Digitaler Gottesdienst zum 26. Sonntag im Jahreskreis - 27.9.2020 - Caritassonntag

Einleitung

► Zum Anhören: 

Das Wort „Gutmensch" ist in den letzten Jahren in Verruf gekommen. Im Zusammenhang mit der großen Flüchtlingsbewegung im Jahre 2015 wurden diejenigen als „Gutmenschen" abgetan, die sich für andere einsetzen. Mit dem Begriff werden tolerante und hilfsbereite Menschen pauschal als naiv, dumm und weltfremd beschimpft.
Am heutigen Caritassonntag wollen wir etwas für die Rehabilitierung dieses Begriffes tun. „Sei gut, Mensch!" Wir sind von Gott dazu berufen, unsere Talente zu entdecken und sie für uns und für andere einzusetzen.
Schön, dass Sie heute Morgen beim Hausgottesdienst dabei sind. Verbunden mit allen, die Jesu Wort hören und bedenken, sagen Sie damit: Ich bin froh darüber, dass Gott mich liebt, und ich will seine Liebe weitergeben – indem ich ein guter Mensch bin. Das ist eine starke, aufrechte Haltung, die Zeichen setzt.

Kreuzzeichen

Beginnen wir im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

GL383

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Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt, damit ich lebe.
Ich lobe meinen Gott, der mir die Fesseln löst, damit ich frei bin.
Ehre sei Gott auf der Erde in allen Straßen und Häusern.
Die Menschen werden singen, bis das Lied zu Himmel steigt.
Ehre sei Gott und den Menschen Frieden,
Ehre sei Gott und den Menschen Frieden,
Ehre sei Gott und den Menschen Frieden,
Frieden auf Erden.

Tagesgebet

► Zum Anhören: 

Gott,
jedem schenkst du dein Licht und dein Wort,
wenn er nur will,
und dein Reich gibst du denen,
die auf dich hoffen –
so wirst du auch uns beschenken.
Schick uns nicht fort mit leeren Händen,
sondern erfülle uns mit Jesus Christus,
deinem Wort der Treue,
deinem lebendigen Licht
für diese Welt und alle Zeiten.

Lesung aus dem Evangelium nach Matthäus

Mt 21, 28-32

► Zum Anhören: 

In jener Zeit
sprach Jesus zu den Hohepriestern
und den Ältesten des Volkes:
Was meint ihr?
Ein Mann hatte zwei Söhne.
Er ging zum ersten
und sagte: Mein Kind, geh und arbeite heute im Weinberg!
Er antwortete: Ich will nicht.
Später aber reute es ihn und er ging hinaus.
Da wandte er sich an den zweiten
und sagte zu ihm dasselbe.
Dieser antwortete: Ja, Herr –
und ging nicht hin.
Wer von den beiden hat den Willen seines Vaters erfüllt?
Sie antworteten: Der erste.
Da sagte Jesus zu ihnen:
Amen, ich sage euch:
Die Zöllner und die Dirnen
gelangen eher in das Reich Gottes als ihr
Denn Johannes ist zu euch gekommen
auf dem Weg der Gerechtigkeit
und ihr habt ihm nicht geglaubt;
aber die Zöllner und die Dirnen haben ihm geglaubt.
Ihr habt es gesehen
und doch habt ihr nicht bereut
und ihm nicht geglaubt.

GL 365

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Meine Hoffnung und meine Freude, / meine Stärke, mein Licht.
Jesus, meine Zuversicht, / auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht,
auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht.

 

Gedanken zum Evangelium

► Zum Anhören: 

Väter prägen das Leben ihrer Kinder. Die Aufträge, die sie uns mitgeben, wirken oft bis ins hohe Alter: Streng dich an! Sei perfekt! Sei gefällig! Je nachdem, wie Sie Ihren Vater erlebt haben, können Sie vielleicht auch die Söhne verstehen. Den, der rebelliert und dem Vater ins Gesicht sagt, dass er seinen Auftrag nicht annehmen will, dann aber spürt, wie voreilig das war, und doch tut, worum ihn der Vater gebeten hat. Oder den, der keinen Stress will, schnell ja sagt, dann aber seine eigenen Wege geht. Im Umgang mit menschlichen Vätern ist diese Auseinandersetzung nötig. Am Ende ist es das Ziel, dass wir erwachsene, selbständige Menschen werden, die selber entscheiden können, welche Aufträge sie annehmen wollen und welche nicht.
• Im Gleichnis spricht Jesus von Gott, den er selber als durch und durch liebevollen Vater erlebt. „Im Weinberg arbeiten", das bedeutet: Gottes Auftrag anzunehmen, diese Welt zu einem besseren Ort zu machen. Haben Sie in Ihrem Leben diesen Auftrag Gottes schon vernommen? Was haben Sie konkret getan? Wo setzen Sie Ihre Begabungen ein, um im Sinne Gottes Gutes zu erreichen?
• Jesus ist Realist. Er weiß, dass die beiden Söhne auch in mir vorkommen: Manchmal spüre ich genau, was ich tun soll, aber ich will es nicht, weil es mich zu viel kostet. Dann ist es oft ein langer Prozess, bis ich mich dazu durchringen kann. Ein anderes Mal rede ich ganz überzeugend davon, was ich alles für richtig halte; aber wenn ich genau hinsehe, mache ich es nicht. – Gott kennt uns. Er wird mit unserer Widersprüchlichkeit fertig. Er eröffnet uns jeden Tag die Chance, neu anzufangen.
• „Sei gut, Mensch!" – Ich will mich heute diesem Auftrag Gottes neu stellen und mich fragen: Was steht an? Was kann ich tun?
• Und ich lasse in meinem Herzen ein Gefühl der Dankbarkeit wachsen für alle, die gut zu mir sind. In Ihrer Zuneigung spüre ich die Liebe Gottes für mich.

Stille

Fürbitten

► Zum Anhören: 

Gott, wir wollen, dass Menschen deine Liebe spüren. Dafür stehen wir ein mit Worten und mit Taten. Doch das gelingt uns oft nur unzureichend. Deshalb bitten wir dich:

  • Für alle, die durch die Taufe zu dir gehören und den Auftrag angenommen haben, gute Menschen zu sein und die Welt zu verändern.
  • Für alle, die ihre Stimme erheben gegen die Ungerechtigkeit in dieser Welt, die für Menschenwürde und die gleichen Rechte aller kämpfen.

  • Für alle, die sich haupt- und ehrenamtlich in der Caritas einsetzen, besonders für die, die das in unserer Pfarrei mit viel Engagement und Kreativität tun.

  • Für alle, die unter Unfrieden und Unrecht zu leiden haben, die sich im Stich gelassen fühlen und keine Anerkennung finden.

  • Für unsere Verstorbenen und für alle, die um einen lieben Menschen trauern.

Gott, du schenkst uns Kraft und Hoffnung, Vertrauen und Zuversicht. Dafür danken wir dir und preisen dich in Ewigkeit. Amen.

VaterUnser

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

Schlussgebet

► Zum Anhören: 

Gott,
dein Reich ist mitten unter uns,
verborgen und nah,
dein Wille geschieht auf Erden überall,
wo Menschen füreinander leben.
Wir bitten dich,
dass wir vertraut werden mit dir
und offen für deine Gegenwart
schon jetzt Tag für Tag
und in Ewigkeit.

GL 452

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Kv Der Herr wird dich mit seiner Güte segnen,
er zeige freundlich dir sein Angesicht,
der Herr wird mit Erbarmen dir begegnen,
und leuchten soll dir seines Friedens Licht.

Segen

Möge Gott uns und alle Menschen, die einen Platz in unserem Herzen haben, begleiten und zur Seite stehen. Darum bitten wir, durch den Vater und den Sohn in den Heiligen Geist. Amen.

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