Digitaler Gottesdienst zum 5. April - Palmsonntag

Vorbereitung auf den Gottesdienst

► Zum Anhören: Zum Geleit

Hallo! Schön, dass du dabei bist, wenn wir jetzt Gottesdienst feiern. Die wichtigste Woche für uns ChristInnen steht vor der Tür und der Palmsonntagsgottesdienst, den wir gleich feiern wollen, ist der Startschuss dafür. Wir wollen in den Texten und den Impulsen heute den Blick richten auf einen der Hauptdarsteller am Palmsonntag, der aber normalerweise ein Schattendasein fristet: Nämlich auf den Esel. Und über den Esel wollen wir den Blick weiten auf die ganze Schöpfung. Sei also dabei, wenn wir Passion und Schöpfung ins Gebet nehmen wollen.

Für die Mitfeier empfiehlt es sich, wenn du einen Platz herrichtest, sodass du gut ins Gebet kommen kannst. Eine brennende Kerze, ein Kreuz oder Christusbild helfen dabei sehr. Nimm eine aufrechte Haltung ein und lass den Atem frei fließen. Vielleicht stellst du die Benachrichtigungstöne auf deinem Handy auf lautlos und sorgst dafür, dass dich nichts ablenkt. Stille und Ruhe im Gottesdienst sind wichtig. Denn grade in der Stille öffnet sich ein Raum für das Gespräch mit Gott. Gönn dir doch zu Beginn einen Moment der Stille und achte darauf, wie du heute hier bist, wie du dich fühlst und was dir nachgeht.

Und dann kann's losgehen.

 

Singt dem König Freudenpsalmen

YouTube in Zukunft erlauben

Liedtext: Singt dem König Freudenpsalmen, Völker ebnet seine Bahn! Zion, streu ihm deine Palmen, sieh dein König naht heran! Der aus Davids Stamm geboren, Gottes Sohn von Ewigkeit, uns zum Heiland auserkoren: Er sei hoch gebenedeit!

Einführung und Tagesgebet

► Zum Anhören: Einführung

Dieser Sonntag ist ein besonderer! Das Evangelium erzählt, dass Jesus umjubelt nach Jerusalem kommt. Er reitet auf einem Esel. Viel freuen sich, dass er da ist. Mit grünen Zweigen bringen sie diese Freude zum Ausdruck. Gleichzeitig ist dieser Sonntag der Beginn der Karwoche. Es bleibt in dieser Woche nicht bei Freude und Jubel. Ein schwerer, der schwerste Gang des Lebens steht Jesus bevor. Und die Erfahrung, allein gelassen zu werden von all denen, die ihm heute noch zujubeln.

ER lässt uns nicht allein. Auch wenn wir jetzt alleine sind, nicht in der gewohnten Gemeinschaft in der Kirche sein können – ER bleibt bei uns. In seinem Namen beginnen wir diesen Gottesdienst und diese besondere Woche: Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Tagesgebet

► Zum Anhören: Tagesgebet

Barmherziger Gott,
in den Fragen und Sorgen unserer Tage,
in den Nachrichten von Krankheit, Leid und Tod
hören wir Jesus mit der Bitte:
„Bleibet hier und wachet mit mir".
Darin erahnen wir, was von Ewigkeit her dein Wille ist:
Du lässt uns nicht allein!
Mit Dir wird im Dunkel Licht;
Und das was tot war, steht auf zum neuen Leben.
Lass dies Hoffnungslicht in uns nicht verlöschen.
Nähre Du es,
wenn Leid und Angst uns gefangen halten.
So bitten wir Dich,
den Gott des Lebens und des Lichts.

Aus dem Buch Numeri (Num 22,21-34)

► Zum Anhören: 

Am Morgen stand Bileam auf, sattelte seine Eselin und ging mit den Hofleuten aus Moab. Aber Gott wurde zornig, weil Bileam mitging, und der Engel des HERRN trat Bileam als Widersacher in den Weg, als Bileam auf seiner Eselin dahinritt, begleitet von zwei jungen Männern. Die Eselin sah den Engel des HERRN auf dem Weg stehen, mit dem gezückten Schwert in der Hand, und sie verließ den Weg und wich ins Feld aus. Da schlug sie Bileam, um sie auf den Weg zurückzubringen. Darauf stellte sich der Engel des HERRN auf den engen Weg zwischen den Weinbergen, der zu beiden Seiten Mauern hatte. Als die Eselin den Engel des HERRN sah, drückte sie sich an der Mauer entlang und drückte dabei das Bein Bileams gegen die Mauer. Da schlug Bileam sie wieder. Der Engel des HERRN ging weiter und stellte sich an eine enge Stelle, wo es weder rechts noch links eine Möglichkeit gab auszuweichen. Als die Eselin den Engel des HERRN sah, ging sie unter Bileam in die Knie. Bileam aber wurde wütend und schlug die Eselin mit dem Stock. Da öffnete der HERR der Eselin den Mund und die Eselin sagte zu Bileam: Was habe ich dir getan, dass du mich jetzt schon zum dritten Mal schlägst? Bileam erwiderte der Eselin: Weil du mich verhöhnst. Hätte ich ein Schwert dabei, dann hätte ich dich jetzt schon umgebracht. Die Eselin antwortete Bileam: Bin ich nicht deine Eselin, auf der du seit eh und je bis heute geritten bist? War es etwa je meine Gewohnheit, mich so zu benehmen? Da sagte er: Nein. Nun öffnete der HERR dem Bileam die Augen und er sah den Engel des HERRN auf dem Weg stehen, mit dem gezückten Schwert in der Hand. Da verneigte sich Bileam und warf sich auf sein Gesicht nieder. Der Engel des HERRN sagte zu ihm: Warum hast du deine Eselin dreimal geschlagen? Siehe, ich bin dir als Widersacher in den Weg getreten, weil der Weg in meinen Augen abschüssig ist. Die Eselin hat mich gesehen und ist mir schon dreimal ausgewichen. Wäre sie mir nicht ausgewichen, dann hätte ich dich jetzt schon umgebracht, sie aber am Leben gelassen. Bileam antwortete dem Engel des HERRN: Ich habe gesündigt, weil ich nicht erkannt habe, dass du dich mir in den Weg gestellt hast. Jetzt aber will ich umkehren, wenn mein Weg in deinen Augen böse ist.

Taizé - Bleibet hier, wachet mit mir

YouTube in Zukunft erlauben

Liedtext: Bleibet hier und wachet mit mir. Wachet und betet! Wachet und betet!

Aus dem Matthäus-Evangelium (Mt 21,1-11)

► Zum Anhören: 

Als sich Jesus mit seinen Begleitern Jerusalem näherte und nach Betfage am Ölberg kam, schickte er zwei Jünger voraus und sagte zu ihnen:

Geht in das Dorf, das vor euch liegt; dort werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen bei ihr. Bindet sie los, und bringt sie zu mir!
Und wenn euch jemand zur Rede stellt, dann sagt:
Der Herr braucht sie, er lässt sie aber bald zurückbringen.
Das ist geschehen, damit sich erfüllte, was durch den Propheten gesagt worden ist:
Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir.  
Er ist friedfertig, und er reitet auf einer Eselin und auf einem Fohlen, dem Jungen eines Lasttiers.
Die Jünger gingen und taten, was Jesus ihnen aufgetragen hatte.
Sie brachten die Eselin und das Fohlen, legten ihre Kleider auf sie, und er setzte sich darauf.
Viele Menschen breiteten ihre Kleider auf der Straße aus, andere schnitten Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Die Leute aber, die vor ihm hergingen und die ihm folgten, riefen:
Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe!
Als er in Jerusalem einzog, geriet die ganze Stadt in Aufregung, und man fragte: Wer ist das?
Die Leute sagten: Das ist der Prophet Jesus von Nazaret in Galiläa.

Nehmen wir uns einen Moment der Stille und des Gebets.

 

 

YouTube in Zukunft erlauben

Hosannarufe

► Zum Anhören: Hosannarufe

„Hosanna dem Sohne Davids." In die Jubelrufe der Menschen damals zu Jesus, dem Christus reihen wir uns ein und jubeln ihm zu:

Du starker Friedensfürst. Hosanna!

Du Eckstein, den die Bauleute verwarfen. Hosanna!

Du Freund der Schöpfung. Hosanna!

Du Messias und unser Retter. Hosanna!

Du, der du kommst im Namen des Herrn, Hosanna!

Meine eigenen Jubelrufe ...

 

Fürbittrufe

► Zum Anhören: 

Unter unseren Jubel mischt sich auch die Bitterkeit der Erfahrungen von Gottesferne und Gottvermissen und wir beten:

Sohn Davids, wir beten für unsere Schöpfung, für die Pflanzen und Tiere, die unter den Folgen des menschgemachten Klimawandels leiden.

Sohn Davids, wir beten für alle Menschen in den Seniorenheimen, die zurzeit nicht vor die Tür gehen können und Angst haben, dass sich das Corona-Virus in den Einrichtungen ausbreitet.

Sohn Davids, wir beten für alle, die unter der gegenwärtigen Krise auf verschiedene Art und Weise leiden.

Sohn Davids, wir beten für alle armen Menschen weltweit und für die internationale Solidarität.

Sohn Davids, ich bete für...

Beten wir das Vaterunser

Vater unser im Himmel
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

Segen

► Zum Anhören: 

Herr Jesus Christus, bleibe bei uns
als das Licht in unserer Finsternis
als die Macht in unserer Ohnmacht
als das Leben in unserem Tod
als der Trost in unserem Leid
als die Kraft in unseren Versuchungen
als das Erbarmen in unserer Friedlosigkeit
als die Hoffnung in unserem Sterben
als das Leben unseres Lebens.

Lied am Ende

Ihr Mächtigen, ich will nicht singen

YouTube in Zukunft erlauben

Ihr Mächtigen, ich will nicht singen eurem tauben Ohr!
Zions Lied hab ich begraben in meinen Wunden groß.
Ich halte meine Augen offen, liegt die Stadt auch fern.

In die Hand hat Gott versprochen: er führt uns endlich heim!
In deinen Toren werd' ich stehen, du freie Stadt Jerusalem!
In deinen Toren kann ich atmen, erwacht mein Lied!

Die Mauern sind aus schweren Steinen, Kerker, die gesprengt,
von den Grenzen, von den Gräbern aus der Last der Welt.
Die Tore sind aus reinen Perlen, Tränen, die gezählt.
Gott wusch sie aus unsern Augen, dass wir fröhlich sind.
In deinen Toren werd' ich stehen...

Die Brunnen wie sie überfließen in den Straßen aus Gold!
Durst und Staub der langen Reise – wer denkt daran zurück?
Noch klarer als die Sonnenstrahlen ist Gottes Angesicht.
Seine Hütte bei den Menschen mitten unter uns.
In deinen Toren...

Impulse für die Woche

Wenn du willst, such dir doch einen Impuls aus für die nächsten Tage.

Impuls 1

Ein königliches Reittier?

„Du störrisches Vieh!" oder, „Du dummer Esel!" Das sagt man schon mal so – natürlich nicht in unserer Stadt Wesel, mit der das Grautier ja besonders verbunden ist. Der Esel ist jetzt nicht wirklich das Statussymbol unter den Reittieren.

Bei Pferden, oder Kamelen in der Wüste sieht das schon anders aus. Da kann man im wahrsten Sinn des Wortes auf dem hohen Ross sitzen oder von „Oben herab" auf die Niedrigen und Kleinen sehen.

Das Evangelium vom Palmsonntag zeigt Jesus als den, der wie der neue König in die Königsstadt kommt – so wird er Jubel begrüßt. Nur der Esel will nicht so recht ins Bild vom König passen. Da schleifen die Füße etwas auf dem Boden – so klein ist der Esel im Vergleich mit einem Pferd. Und schnell und zielstrebig ist der neue König damit auch nicht unterwegs. Kein Zweifel: Der Jesus, der neue König, ist ganz anders als die, die man sonst so kennt. Er hat Bodenhaftung, er nimmt auch Dies und Jenes am Rand wahr, weil er nicht ausschließlich auf sein Ziel fokussiert ist. Volksnah, Menschennah ist dieser neue König.

Ob uns das gelingt, so wie Jesus, königlicher Mensch zu sein – menschennah und mit Bodenhaftung? Der Esel, gerade hier in Wesel überall auf den Straßen und Plätzen aufgestellt, erinnert mich an dieses königliche Reittier – von ihm darf ich mich inspirieren lassen.

Impuls 2

Die Sonne scheint, die Blumen blühen und die Vögel zwitschern in den Bäumen. Die warmen Temperaturen sorgen fast schon für T-Shirt-Wetter und der Frühling zeigt sich wieder einmal von seiner schönsten Seite. In solchen Tagen stimmt so mancher wieder Lobeshymnen darüber an, wie schön doch Gottes Schöpfung sei, in ihrer Harmonie und wohlgeordneten Pracht.

Doch dieses Jahr schwingt noch was anders mit. Diese schöne Frühlingsatmosphäre hat einen faden Beigeschmack. Neben wohlriechenden Düften liegt nämlich auch noch Corona in der Luft... Ein passender Name für diesen Virus, denn er hat im wahrsten Sinne die Krone auf und bestimmt über unser aller Alltag. Ein Virus, der auch aus Gottes „ach-so-schöner" Schöpfung stammt und jedem religiösen Schöpfungskitsch eine Absage erteilt

Angesichts dieses Widerspruches lohnt es sich heute, an Palmsonntag, über unsere Schöpfung nachzudenken. Schließlich enthält die Geschichte vom Einzug in Jerusalem viele Anklänge an die Schöpfung. Zum einen reitet Jesus auf einem Esel, ein Geschöpf, das damals das Reittier der Armen war. Da es nie zu Kriegszwecken verwendet wurde, galt es auch als Symbol des Friedens. Kein Wunder also, dass Jesus einen Esel als Ross auswählte. Zum anderen sind da die Zweige, die Jesus zur Huldigung verstreut werden, was sonst nur Kaisern, Königen, Statthaltern und Generälen vergönnt war.

Eine positive Sicht auf die Schöpfung also. Jesus wird als derjenige präsentiert, der die ganze Welt wieder zurechtbiegen und vollenden wird. Damit wieder ein paradiesischer Friede herrschen kann. Das alles findet vor den Toren der Stadt statt. Sobald Jesus aber dadurch geritten ist, „erbebte die ganze Stadt". Hier präsentiert sich die Schöpfung von ihrer dunklen Seite. Eine Naturgewalt, der sich keiner entziehen kann und die Leute ins Grübeln bringt.

Genau wie sich die Natur in den letzten Tagen in all ihrer Ambivalenz zeigt, so zeigt sich auch der messianische Jesus in dieser Geschichte als ambivalent. Passenderweise wird das untermalt durch die eben benannten Schöpfungselemente. Ich kann Jesus leichtfertig zujubeln, ihn als Friedensfürst verehren. Bin ich aber auch bereit ihm, seiner Person und alles wofür er steht, in mein Innerstes zu lassen? Denn für nichts anderes steht Jerusalem: es war damals das Zentrum der religiösen und politischen Welt Israels. Deswegen musste das Wirken Jesu dort seinen Höhepunkt finden.

Analog können wir das auch auf unseren Umgang mit der Schöpfung übertragen. Wollen wir nur Nutznießer und Ausbeuter sein? Oder werden wir unsere Lehren aus der Corona-Krise ziehen? Fest steht: Das Coronavirus übertrug sich vom Tier auf den Menschen. Möglich machte dies das enge Miteinander auf einem Markt in Wuhan. Durch die menschliche Lebensweise geraten Biosysteme aus dem Gleichgewicht. Wildtiere finden in ihren vielfältigen Ökosysteme nicht mehr die Nischen, die sie brauchen. Mensch und Tier halten so keinen gesunden Abstand mehr zueinander. Aber auch die Globalisierung und der Konsum lassen die weltweite Biodiversität schwinden. Es entstehen riesige Lieferketten, die zu billigen Import und übermäßigen Konsum führen. Die Umwelt leidet und die Lebenslage vieler Menschen wird immer prekärer, weshalb solche Seuchen in Zukunft wohl zunehmen werden.

Die Ambivalenz auszublenden und nur das Schöne sehen wollen, ist also gefährlich. Darum lade ich dich heute ein, einen genauen Blick auf Jesus zu werfen. Schau nochmal auf die Frage am Ende des Evangeliums und überleg, welche Konsequenzen deine eigene Antwort für dein Leben hat.

Impuls 3

„Von Eseln und fliegenden Fischen"

Wir haben in diesem Gottesdienst die abgefahrene Geschichte von Bileam und seiner Eselin gehört bzw. gelesen. Generell tauchen Tier gefühlt auf jeder zweiten Seite in der Bibel auf. So auch im Evangelium von Palmsonntag, in dem Jesus auf einem Esel nach Jerusalem einreitet. Sind Tiere dabei reine Statisten oder haben Sie uns nicht auch etwas zu sagen und wir können von ihnen lernen?

Wir selbst brauchen das, was wir in dieser besonderen Woche feiern und erinnern. Die Liebe Gottes und die Erlösung, die in Kreuz und Auferstehung aufstrahlen. Aber brauchen auch die Tiere, so wie der Esel aus dem Evangelium die Erlösung?

Einer meiner Dozenten an der Uni hat es mal so gesagt: Die Menschen sind aus dem Paradies vertrieben worden, haben die Gottesunmittelbarkeit verloren. Von den Tieren aber steht da nichts. Tiere leben weiter im Paradies und damit in der Gottunmittelbarkeit. So lautet seine These. Ein weiteres biblisches Beispiel dafür kann auch die Eselin Bileams sein. Denn sie erkennt den Engel und den Plan Gottes. Man könnte sagen, dass sie weiß, was Gott will, weil sie gottunmittelbar ist. Was hältst du davon? Glaubst du, dass (deine) Tiere irgendwas mit Gott zu tun haben? Gott hat die Tiere geschaffen und er sah, dass es gut war, heißt es im Buch Genesis. Wenn wir Menschen als Geschöpfe eine Beziehung zu Gott haben, können dann nicht auch die Tiere eine Gottesbeziehung haben? Betet z.B. dein Hund?

So oder so, ich lade ich dich, die Schöpfung und die Tiere in den nächsten Tagen mit offenen Augen anzusehen. Wir müssen ja ohnehin aus den gewohnten Mustern ausbrechen, weil Corona uns dazu zwingt. Ich weiß nicht, ob du auch oft draußen unterwegs bist, aber die Kontaktsperre ist ja die Möglichkeit alleine spazieren zu gehen und die Natur zu erkunden und sich (seinen) Tieren zu widmen und zu entdecken, wie wunderbar die Schöpfung doch ist. Oder schau dir eine gute Natur-Doku an.

Eine andere Idee ist folgende. Wir haben es hier in unserer Stadt ja ganz besonders mit Eseln. Der Bürgermeister von Wesel und so. Ein guter Mensch aus Wesel hat doch sicher Fotos von Eseln auf seinem Handy oder Rechner. Seien es echte Esel oder einer der aufgestellten Esel in der Stadt. Poste doch ein Foto unter #palmsonntageselwesel auf Instagram.

Ob Tiere beten, das können wir nicht mit letzter Sicherheit sagen, aber dass wir Menschen beten, das wissen wir. Ein Impuls ist, dass du bei deinem eigenen Beten dir ein Beispiel nimmst, an einem speziellen Tier, nämlich dem Fliegenden Fisch und von ihm etwas lernst. Fliegende Fische bewegen sich nämlich zwischen den Elementen und durchbrechen permanent Grenzen. Auch Beten ist Grenzüberschreitung und tauchen ein in die größere Wirklichkeit Gottes. Man geht davon aus, dass fliegende Fische deshalb aus dem Wasser springen, weil sie von Feinden verfolgt werden und so vor ihnen fliehen können. Auch Gebet kann uns helfen mit unserem Leben klar zu kommen, auszubrechen, wenn uns alles zu viel wird, uns bedrängt und verfolgt und wir uns dann in die Liebe Gottes fallen lassen können. Fliegende Fische sind auf ihre Art Grenzgänger. BeterInnen sind auf ihre Art auch Grenzgänger, die bei aller Trübheit auf den Geschmack Gottes und der Freiheit gekommen sind. In einem schönen Lied heißt es: Das Gegenteil vom resignierenden Ich, ist ein freiheitsliebender fliegender Fisch. Vielleicht hörst du dir das Lied einfach mal an: 

YouTube in Zukunft erlauben

Ganz zum Schluss 

Zu den letzten Gottesdienst erreichen uns immer wieder wertvolle Rückmeldungen, die uns bestärken dieses Format weiter zu machen und wie wir weiterdenken können. Auch zu diesem Gottesdienst fragen wir: Hat dir der Gottesdienst zugesagt? Hast du Anregungen, Kritik, Änderungswünsche? Hast du selbst Ideen, wie man angesichts der gegenwärtigen Zeit gut Gottesdienst feiern kann? Möchtest du dich gerne einbringen und selbst etwas für die Pfarrei gestalten? Schreib uns gerne auch Fürbitten, die wir in unseren Gottesdiensten aufnehmen können! Melde dich unter: service@sanktnikolaus-wesel.de

Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und Ostern stehen vor der Tür. Dafür haben wir als Idee, wie ihr Gottesdienst zu Hause feiern könnt, eine Ostertüte mit Material und Impulsen vorbereitet. Wenn du dich noch nicht für eine angemeldet hast, kannst du einfach bis Sonntagabend eine Mail an service@sanktnikolaus-wesel.de schicken mit deinen Kontaktdaten.

Generell gilt, dass wir weiterhin telefonisch erreichbar sind. Die Nummern und Mailadressen findet ihr hier auf der Homepage unter „Seelsorgeteam".

#palmsonntageselwesel

Pfarrbüro Sankt Nikolaus

Katholische Kirchengemeinde Sankt Nikolaus
Martinistraße 10a
46483 Wesel

zurzeit nur postalisch, telefonisch oder per E-Mail erreichbar 

Tel. 0281 300 2669 111
service@sanktnikolaus-wesel.de

Mo.-Do.: 09:00 - 12:00
  15:00 - 18:00
Fr.-Sa.: 09:00 - 12:00

Büroleitung: Sigrid Hochstrat

Veröffentlichungen: 
Petra Klingberg
Tel: 0281 300 2669 117
petra.klingberg@sanktnikolaus-wesel.de